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Trenching-Fräse verlegt Glasfaserkabel in einer Asphaltstraße in Leverkusen — schmaler Schlitz, Kabel direkt eingelegt

Glasfaser-Trassenbau & Tiefbau-Verfahren 2026 in Leverkusen — Trenching, HDD, Pflug und offene Bauweise im Vergleich

FB Baukonzept GmbH · · 12 Min. Lesezeit · (Aktualisiert: 12. Juli 2026)
Glasfaser Trassenbau Tiefbau Trenching HDD Mikrotrenching Pflugverfahren Leverkusen Breitbandausbau FTTH Netzbetreiber

Glasfaser-Trassenbau in Leverkusen 2026 — der Stand

Der Glasfaserausbau in Leverkusen und im Rheinland ist 2026 in einer entscheidenden Phase. Laut dem Breitbandatlas des Bundes** (Stand Mai 2026) sind in Leverkusen rund 68 % der Haushalte mit Glasfaser erreichbar (FTTB/FTTH verfügbar), tatsächlich angeschlossen sind allerdings nur 27 %. Die Differenz ist die letzte Meile — und genau hier sitzt der Trassenbau.

Vier große Netzbetreiber bauen parallel aus: Deutsche Telekom (über 21.200 Haushalte, laufende Vermarktung), NetCologne (Tiefbau bis Sommer 2026), E.ON Highspeed (Vermarktung in mehreren Quartieren) und Westconnect (Rheindorf, weitere Stadtteile). Hinzu kommen regionale Anbieter wie Deutsche Glasfaser und Unsere Grüne Glasfaser (UGG) in den Randlagen. Jeder dieser Anbieter benötigt Tiefbau-Partner, die Trassen fachgerecht, schnell und im vorgegebenen Kostenrahmen herstellen — von der Haupttrasse im Gehweg bis zur Hauseinführung im Privatgrundstück.

FB Baukonzept ist als Tiefbau-Partner für Netzbetreiber in Leverkusen und Umgebung aktiv und setzt je nach Trasse das passende Verfahren ein. Dieser Beitrag erklärt die vier gängigen Tiefbau-Verfahren, ihre Kosten pro laufenden Meter, typische Bauleistungen und die Auswahlkriterien für die Praxis.

Kurzfassung: Was kostet der Glasfaser-Trassenbau in Leverkusen 2026?

Die nachfolgende Tabelle zeigt die vier relevanten Verfahren mit Richtwerten für 2026, die wir aus aktuellen Projekten in Leverkusen, Köln und dem Rhein-Erft-Kreis ableiten:

VerfahrenEinsatzbereichKosten pro lfmTagesleistung (Kolonne 4–6 Pers.)Eingriff in Oberfläche
Pflugverfahren (Cable Plough)Unbefestigte Trassen, Wiesen, Randbereiche8–20 €800–1.500 mSehr gering
MikrotrenchingAsphaltfahrbahnen, Gehwege mit Asphaltdecke25–45 €400–800 mSchmaler Schlitz (10–25 mm)
Trenching (Fräsen)Pflaster, Beton, Asphalt (Gehwege)25–55 €200–500 m10–20 cm breit, 30–40 cm tief
Offene Bauweise (Graben)Kurze Strecken, Anschlüsse, komplexe Knoten60–120 €50–150 m40–60 cm breit, 60–80 cm tief
HDD-SpülbohrungUnter Straßen, Einfahrten, Hindernissen80–180 €30–80 mPunktueller Start-/Zielgraben

Alle Preisangaben sind Richtwerte für 2026 und verstehen sich brutto inkl. Material (Kabel, Sandbett, Schutzrohr), Maschineneinsatz, Personal und Oberflächenwiederherstellung. Verbindliche Angebote erstellen wir nach Trassenbegehung und Leitungsauskundung.

Die vier Tiefbau-Verfahren im Detail

1. Pflugverfahren (Cable Plough)

Beim Pflugverfahren zieht ein spezieller Verlegepflug (z. B. DCI Challenger, FSP 40, Case Cable Plow) einen Schlitz in den unbefestigten Boden und legt das Glasfaserkabel direkt in einem Arbeitsgang ein. Das Kabel wird über eine Kabeltrommel am Pflug oder am Trägerfahrzeug zugeführt.

Vorteile:

  • Höchste Tagesleistung (bis 1,5 km am Tag)
  • Geringste Kosten pro Meter (8–20 €/lfm)
  • Kein Aushub, kein Sandbett, kein Verfüllen
  • Ideal für lange Trassen in Wohngebieten mit Vorgärten, Wiesen oder Schotterflächen
  • CO₂-Bilanz deutlich besser als offene Bauweise (kein Bodenaushub, keine Entsorgung)

Nachteile:

  • Nur in unbefestigten oder weichen Böden einsetzbar (kein Asphalt, kein Pflaster)
  • Mindestabstand 1,5 m zu bestehenden Versorgungsleitungen
  • Nicht in Hanglagen oder bei Grundwasser-problematischen Böden
  • Kabel liegt in 50–80 cm Tiefe — bei späteren Gartenarbeiten besteht Beschädigungsrisiko ohne Markierungsband

Einsatz in Leverkusen: Vor allem in Randbereichen von Schlebusch, Lützenkirchen und Steinbüchel, wo die Trasse durch Vorgärten oder Grünstreifen verläuft. Die Anwohner spüren den Eingriff oft nur als eine schmale Erdlinie, die nach 2–3 Wochen wieder vollständig zugewachsen ist.

2. Mikrotrenching

Mikrotrenching ist ein speziell für Glasfaser entwickeltes Verfahren: Eine Sägefräse schneidet einen 10–25 mm breiten und 25–40 cm tiefen Schlitz in Asphalt- oder Betonoberflächen. In diesen Schlitz wird das Glasfaserkabel direkt (oder in einem dünnen Mikrorohr) eingelegt und der Schlitz mit einer Heißvergussmasse (z. B. auf Bitumen- oder Epoxidharzbasis) dauerhaft verschlossen.

Vorteile:

  • Bis zu 80 % schneller als offene Bauweise
  • Bis zu 60 % günstiger als offene Bauweise
  • Schlitz wird in einem Arbeitsgang gefräst, vergossen und ist nach 30 Minuten wieder befahrbar
  • Kein Aushub, keine Entsorgung, kein Sandbett
  • Besonders geeignet für Asphaltfahrbahnen und asphaltierte Gehwege

Nachteile:

  • Nur in Asphalt (nicht in Pflaster oder Beton ohne Spezialfräse) wirtschaftlich
  • Mindestabstand zur Bordsteinkante 30 cm (sonst Ausbruch)
  • Tiefenbegrenzung auf ca. 40 cm — bei Lastverkehr (LKW-Fahrbahn) nicht zulässig
  • Vergussmasse muss jährlich kontrolliert werden (Rissbildung, Setzungen)
  • Bei schlechter Asphaltqualität kann der Schlitz ausbrechen — Probefräsung im Vorfeld zwingend

Einsatz in Leverkusen: Auf den Hauptverkehrsstraßen in Wiesdorf und Rheindorf sowie auf asphaltierten Gehwegabschnitten im gesamten Stadtgebiet. Das Verfahren ist 2026 das Standardverfahren der Deutschen Telekom und von Westconnect bei überörtlichen Trassen.

3. Trenching (Fräsen)

Trenching ist die mittlere Variante: Eine Ketten- oder Scheibenfräse schneidet einen 10–20 cm breiten und 30–60 cm tiefen Graben in Pflaster, Asphalt oder dünnen Beton. In den Graben wird ein Schutzrohr (PE-HD DN 50, meist orangefarben oder blau) verlegt, in das später das Glasfaserkabel eingeblasen wird. Der Graben wird mit Sand verfüllt und die Oberfläche (Pflaster, Asphalt, Beton) wiederhergestellt.

Vorteile:

  • Deutlich günstiger als offene Bauweise (50–70 % Einsparung)
  • Robust gegen Setzungen, da vollständige Sandbett-Verfüllung
  • Für Pflaster, Asphalt und Betonbeläge gleichermaßen geeignet
  • Spätere Kabelerneuerung durch Einblasen in das Schutzrohr einfach möglich
  • Standardverfahren bei NetCologne und E.ON Highspeed

Nachteile:

  • Oberflächenwiederherstellung (Pflaster, Asphalt) erforderlich und kostenintensiv
  • Aufwendige Logistik bei Pflaster (Steine ausbauen, lagern, wieder einsetzen)
  • Höhere Genehmigungsanforderungen bei innerstädtischen Trassen
  • Höhere Belastung für Anwohner (Lärm, Staub, Sperrungen)

Einsatz in Leverkusen: In den Wohngebieten mit Pflaster-Gehwegen (Schlebusch-Altstadt, Wiesdorf-Süd, Teile von Opladen), wo Mikrotrencing nicht möglich ist. Auch bei Mischbelägen oder wechselnden Oberflächen ist Trenching die sichere Wahl.

4. Offene Bauweise (Graben)

Die offene Bauweise ist die klassische Methode: ein 40–60 cm breiter und 60–80 cm tiefer Graben wird ausgehoben, das Kabel im Sandbett verlegt, mit Trassenwarnband abgedeckt und der Graben lagenweise verfüllt und verdichtet. Abschließend wird die Oberfläche (Pflaster, Asphalt, Beton) vollständig wiederhergestellt.

Vorteile:

  • Robust, normgerecht, einfach zu prüfen
  • Bei kurzen Strecken und komplexen Anschlüssen (z. B. Hausanschluss mit mehreren Medien) wirtschaftlich
  • Direkte Sichtkontrolle der Trasse und der Kabelverlegung
  • Zulässig in allen Bodenarten und bei allen Belägen
  • Von allen Netzbetreibern und Genehmigungsbehörden akzeptiert

Nachteile:

  • Höchste Kosten (60–120 €/lfm) durch Aushub, Entsorgung, Sand, Verfüllung, Verdichtung, Oberflächenwiederherstellung
  • Höchste Bauzeit (50–150 lfm pro Tag)
  • Höchste Belastung für Anwohner (Lärm, Staub, Sperrungen, Parkverbote)
  • Größere Aufgrabeflächen erfordern umfangreiche Genehmigungen (Verkehrsbehörde, Leitungsträger, Anwohnerinformation)
  • Bei späteren Kabelreparaturen erneute Aufgrabung nötig

Einsatz in Leverkusen: An Hausanschluss-Knoten, an Verteilerschränken (KVz), an Straßenkreuzungen und überall dort, wo Pflug, Mikrotrenching und Trenching nicht möglich oder nicht zugelassen sind.

5. HDD (Horizontal Directional Drilling)

HDD ist keine eigene Trassenbau-Methode, sondern eine Ergänzung für besondere Hindernisse: Eine Bohranlage bohrt vom Startpunkt (Startgrube) zum Zielpunkt (Zielgrube) einen unterirdischen Kanal, in den anschließend das Schutzrohr mit dem Glasfaserkabel eingezogen wird.

Vorteile:

  • Kein Aufgraben der Oberfläche (Start- und Zielgrube reichen)
  • Schont Oberflächen, vermeidet Sperrungen
  • Ideal unter Straßen, Bahntrassen, Garagen, Gebäuden, stark bewurzelten Gärten
  • Reichweiten bis 200 m pro Bohrung, bei größeren Distanzen mit Zwischenstationen

Nachteile:

  • Höhere Materialkosten (Bohrsuspension, Schutzrohr)
  • Geologie muss passen (kein Fels, keine groben Steine)
  • Trasse muss exakt geplant sein (keine Kurvenradien unter 20 m)
  • Höhere Vorbereitung (Bohrlochvermessung, Probebohrung)

Einsatz in Leverkusen: An Straßenkreuzungen, Bachquerungen (Wupper, Dhünn), Bahnquerungen und überall dort, wo eine Aufgrabung technisch unmöglich oder wirtschaftlich nicht sinnvoll ist. In Leverkusen werden ca. 15–20 % der Trassenlänge mit HDD ausgeführt.

Auswahlkriterien: Welches Verfahren für welche Trasse?

Die Wahl des Verfahrens hängt von fünf Faktoren ab, die vor jeder Trassenplanung geprüft werden müssen:

KriteriumPflugverfahrenMikrotrenchingTrenchingOffene BauweiseHDD
OberflächeUnbefestigt (Wiese, Erde, Schotter)Nur AsphaltPflaster, Asphalt, BetonAllePunktuell (Start/Ziel)
Trassenlänge> 500 m optimal200–2.000 m100–1.000 m< 100 mEinzelhindernis (10–200 m)
BodenWeich, steinfreiEgalEgalEgalKein Fels, keine Steine
VerkehrslastKeinePKW (Gehwege)PKW + leichter LKWAlleEgal
HindernisseKeineKeineWenigeEgalUnter Straßen, Gebäuden

Praxistipp aus Leverkusen: In den meisten Wohngebieten kombiniert man zwei bis drei Verfahren auf einer Trasse. Typisch: 600 m Pflugverfahren im Vorgarten, 80 m Trenching im Gehweg, 12 m HDD unter der Hofeinfahrt, 6 m offene Bauweise am Hausanschluss. Die Gesamtkosten liegen dann bei 35–55 €/lfm im Mittel — deutlich unter den 60–120 €/lfm einer durchgehend offenen Bauweise.

Kostenbeispiel: 1.500 Meter Glasfaser-Trasse in Leverkusen-Wiesdorf

Eine typische Wohngebiet-Trasse der Deutschen Telekom in Leverkusen-Wiesdorf (Verbindung zwischen zwei Kabelverzweigern, gemischter Belag):

PositionVerfahrenLängeEinzelpreisSumme
Vorgärten (Wiese/Erde)Pflugverfahren850 m14 €/lfm11.900 €
Gehwege (Pflaster)Trenching420 m38 €/lfm15.960 €
Gehwege (Asphalt)Mikrotrenching180 m32 €/lfm5.760 €
StraßenquerungHDD-Spülbohrung30 m140 €/lfm4.200 €
Hausanschluss-Knoten (3 Stück)Offene Bauweise20 m95 €/lfm1.900 €
Gesamtsumme Tiefbau1.500 mØ 26,5 €/lfm39.720 €
Material: 1.500 m Schutzrohr DN 501.500 m4 €/lfm6.000 €
Material: 1.500 m Glasfaserkabel 144 Fasern1.500 m6 €/lfm9.000 €
Spleiß- und Montagearbeiten1.500 m8 €/lfm12.000 €
Dokumentation & Vermessungpauschal2.500 €
Gesamtinvestition Trasse1.500 mØ 46 €/lfm69.220 €

Im Vergleich: Eine vollständig offene Bauweise hätte 96.000–180.000 € gekostet — die Verfahrenskombination spart hier 30–60 % der Tiefbaukosten. Das ist der Grund, warum Netzbetreiber 2026 konsequent auf Verfahrensmix setzen.

Personal- und Maschineneinsatz pro Verfahren

VerfahrenKolonneMaschinenMaterial vor Ort
Pflugverfahren4 Pers. (1 Pflugführer, 3 Bodenleger/Kabelträger)Verlegepflug (DCI/FSP/Case), Trägerfahrzeug, KabeltrommelanhängerKabeltrommel, Trassenwarnband, Sand (optional)
Mikrotrenching5–6 Pers. (1 Fräser, 2 Bodenleger, 1 Verguss-Spezialist, 2 Absicherung)Mikrotrencher (z. B. JCD-Lazareth, Dycom), Vergussmaschine, AbsauganlageKabel, Mikrorohr, Vergussmasse, Markierungsband
Trenching6–8 Pers. (1 Fräser, 2 Aushub, 2 Verleger, 2 Oberflächenwiederherstellung)Trenching-Fräse, Minibagger, Rüttelplatte, VerdichterSchutzrohr DN 50, Sand, Trassenwarnband, Oberflächenmaterial
Offene Bauweise6–10 Pers. (1 Baggerführer, 3 Aushub, 2 Verleger, 3 Oberflächen-Wiederherstellung)Minibagger, Radlader, Rüttelplatte, LKW für AbtransportSchutzrohr, Sand, Trassenwarnband, Oberflächenmaterial
HDD4–6 Pers. (1 Bohrmeister, 2 Bohrhilfen, 1 Spülhelfer, 2 Absicherung)HDD-Anlage (z. B. Vermeer D23x30, Tracto-Technik), Spülpumpe, Bentonit-AnlageBohrgestänge, Bentonit, Schutzrohr, Kabel

Genehmigungen und Leitungsauskundung

Vor jeder Trasse in Leverkusen sind vier Genehmigungs- bzw. Auskundungsschritte zwingend:

  1. Aufgrabegenehmigung der Stadt Leverkusen, Fachbereich Tiefbau (für Trassen im öffentlichen Straßenraum, § 16 StrWG NRW). Bearbeitungsdauer 4–8 Wochen, abhängig von Trassenlänge und Belastung des Straßenraums.
  2. Verkehrsrechtliche Anordnung der Straßenverkehrsbehörde Leverkusen (für Sperrungen, Umleitungen, Halteverbote). Bearbeitungsdauer 1–2 Wochen, je nach Komplexität der Maßnahme.
  3. Leitungsauskundung über die zentralen Plattformen (z. B. PLANCAL, infraView, BIL Leitungsauskunft). Auskunftspflichtig sind Stadtwerke Leverkusen, Telekom, NetCologne, Westnetz, Gascade, GasLINE und alle weiteren Träger öffentlicher Versorgung. Bearbeitungsdauer 5–10 Werktage pro Anfrage.
  4. Denkmalschutzrechtliche Genehmigung der Unteren Denkmalbehörde Leverkusen, wenn die Trasse durch denkmalgeschützte Bereiche verläuft (z. B. Wiesdorf Innenstadt, Schlebusch-Altstadt, Bayer-Werk-Siedlung).

FB Baukonzept übernimmt als Tiefbau-Partner die komplette Voranfrage, Auskundung und Antragsstellung für die Netzbetreiber. Die Genehmigungsdauer von 4–8 Wochen ist im Projektzeitplan zu berücksichtigen und entscheidet häufig über den Starttermin der Bauausführung.

Qualitätssicherung und Dokumentation

Jede Glasfaser-Trasse wird nach der Verlegung dokumentiert und geprüft:

  • Lagevermessung der Trasse mit GNSS (Genauigkeit ±5 cm) und Übergabe an das GIS des Netzbetreibers
  • Druckprüfung des Schutzrohrs (0,5 bar über 30 Minuten, Druckabfall < 0,05 bar)
  • Kalibrierung des Schutzrohrs (Einblasprobe mit Test-Kabel)
  • Spleißprotokoll mit Fasertyp, Dämpfungsmessung (typisch ≤ 0,35 dB/km bei 1310 nm)
  • Fotodokumentation aller Anschlusspunkte, Schächte und Spleißmuffen
  • Übergabeprotokoll an den Netzbetreiber mit allen Messwerten

FB Baukonzept liefert diese Dokumentation als digitale Mappe (PDF + GeoJSON + CSV) innerhalb von 5 Werktagen nach Baufertigstellung.

Anforderungen an den Tiefbau-Partner

Netzbetreiber wie Deutsche Telekom, NetCologne und Westconnect stellen 2026 fünf Mindestanforderungen an Subunternehmer für den Glasfaser-Trassenbau:

  1. Nachweis Tiefbau-Kompetenz: Referenzen aus mindestens 5 ausgeführten Glasfaser-Trassen in den letzten 24 Monaten mit Angabe der Trassenmeter, Verfahren und Auftraggeber
  2. GW 129 / GW 330 Schulung: Zertifizierte Schulung aller eingesetzten Mitarbeiter zur Leitungsauskundung und Schadensvermeidung (gültig für 3 Jahre)
  3. BG BAU Anmeldung: Anmeldung aller Tiefbau-Mitarbeiter bei der BG BAU, Nachweis der sicheren Maschinenbedienung
  4. Versicherungsnachweis: Betriebshaftpflicht mit Mindestdeckungssumme 5 Mio. €, Nachweis einer Bauherrenhaftpflicht für jedes Projekt > 100.000 €
  5. Eigene Maschinen: Mindestens ein Trenching-System, ein HDD-System und zwei Pflug-Systeme im eigenen Bestand — keine reine Personalvermittlung

FB Baukonzept erfüllt alle fünf Anforderungen und ist als Tiefbau-Partner für Netzbetreiber in Leverkusen, Köln und dem Rhein-Erft-Kreis gelistet. Anfragen für Ausschreibungen oder Direktbeauftragung nehmen wir gerne über das Kontaktformular entgegen.

Glasfaser-Trassenbau und andere Bauleistungen — Synergieeffekte

Glasfaser-Trassenbau wird in Leverkusen häufig mit anderen Bauleistungen kombiniert, weil die Tiefbau-Kolonnen ohnehin vor Ort sind:

  • Fassadensanierung und Glasfaser-Hauseinführung: Wenn die Fassade ohnehin erneuert wird, kann die Hauseinführung direkt in die Bauphase integriert werden — spart 30–50 % der Kosten gegenüber separater Ausführung.
  • Aufstockung / Dachgeschossausbau mit Glasfaser-Anbindung: Bei einer Aufstockung muss das Glasfaserkabel ohnehin hochgeführt werden. Die Kombination mit der Fassade oder dem Steigstrang spart eine separate Bauphase.
  • Trockenbau-Putzarbeiten für den Technikraum: Nach der Hauseinführung muss der APL (Abschlusspunkt Linientechnik) in einem Technikraum oder einer Wandnische untergebracht werden. Diese Arbeiten übernimmt FB Baukonzept aus einer Hand.

Diese Synergieeffekte sind der Hauptvorteil eines Full-Service-Bauunternehmens gegenüber reinen Tiefbau-Firmen — die Koordination liegt in einer Hand, die Gewährleistung ist durchgängig.

Wann ist eine Glasfaser-Trasse wirtschaftlich?

Die Wirtschaftlichkeit einer Glasfaser-Trasse hängt von der Anschlussdichte ab. Faustregel aus aktuellen Netzbetreiber-Kalkulationen:

Anschlussdichte (Haushalte pro km Trasse)Wirtschaftlichkeit für den Netzbetreiber
< 30 Haushalte/kmFörderabhängig — nur wirtschaftlich mit Bundes- oder Landesförderung (Graue Flecken, Weiße Flecken)
30–80 Haushalte/kmWirtschaftlich in Vermarktungsphase mit mind. 40 % Vorvermarktungsquote
80–150 Haushalte/kmWirtschaftlich auch ohne Förderung, Standardfall im urbanen Raum
> 150 Haushalte/kmHochwirtschaftlich, bevorzugter Ausbau in dicht besiedelten Innenstadtbereichen

Leverkusen liegt mit Anschlussdichten zwischen 90 und 180 Haushalten/km im hochwirtschaftlichen Bereich — ein Grund, warum der Glasfaserausbau hier 2026 priorisiert wird.

Häufige Fragen unserer Auftraggeber

Wer trägt die Verantwortung bei Beschädigung bestehender Leitungen? Der Tiefbau-Partner haftet für Schäden an bestehenden Versorgungsleitungen, die durch unsachgemäße Arbeit entstehen. Voraussetzung ist eine ordnungsgemäße Leitungsauskundung vor Baubeginn (PLANCAL/infraView-Auskunft) und die Einhaltung der DIN 1998 sowie der DVGW GW 315. FB Baukonzept schließt für jedes Projekt eine separate Bauherrenhaftpflicht ab.

Wie wird die Qualität der Trasse nach der Verlegung geprüft? Druckprüfung des Schutzrohrs (0,5 bar, 30 min), Kalibrierung mit Test-Kabel, Spleißprotokoll mit Dämpfungsmessung (OTDR-Messung), GPS-Vermessung mit Übergabe an das GIS. Das Übergabeprotokoll enthält alle Werte.

Können auch Privatkunden einen Glasfaser-Anschluss bei FB Baukonzept beauftragen? Privatkunden wenden sich direkt an den Netzbetreiber (Deutsche Telekom, NetCologne, E.ON Highspeed, Westconnect), der den Anschluss vermarktet und den Tiefbau-Partner (häufig FB Baukonzept) beauftragt. Eine Direktbeauftragung durch den Eigentümer ist nur bei Sonderfällen (z. B. nachträglicher Anschluss außerhalb der Vermarktungsphase) sinnvoll.

Wie lange dauert eine Glasfaser-Trasse von der Planung bis zur Inbetriebnahme? Planung und Genehmigung: 8–12 Wochen. Bauausführung: 1–3 Wochen je nach Trassenlänge. Spleiß- und Montagearbeiten: 1–2 Wochen. Inbetriebnahme und Übergabe an Endkunden: 2–4 Wochen. Gesamt: 4–6 Monate von der ersten Trassenbegehung bis zum aktiven Anschluss.

Glasfaser-Trassenbau in Leverkusen — Ihr nächster Schritt

Wenn Sie als Netzbetreiber, Kommune, Generalunternehmer oder Bauherr in Leverkusen und Umgebung ein Glasfaser-Projekt planen, begleitet FB Baukonzept Sie von der ersten Trassenbegehung bis zur Übergabe der Dokumentation.

Unsere Leistungen:

  • Trassenbegehung und Auskundung
  • Verfahrenstechnische Empfehlung
  • Kostenkalkulation (Festpreis pro lfm)
  • Genehmigungsanträge (Aufgrabung, Verkehr, Denkmal)
  • Bauausführung mit eigenem Personal und Maschinen
  • Qualitätssicherung und Dokumentation

Fordern Sie eine Trassenbegehung an → oder rufen Sie uns direkt an: +49 173 1001726.


Alle Preisangaben sind Richtwerte für 2026 und basieren auf aktuellen Projekten in Leverkusen, Köln und dem Rhein-Erft-Kreis. Sie verstehen sich brutto inkl. Material, Maschineneinsatz, Personal und Oberflächenwiederherstellung. Verbindliche Angebote erstellen wir nach Vor-Ort-Begehung und Leitungsauskundung. Stand: Juli 2026.

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